Forschung

Gruppe für Geomorphologie, Naturgefahren- und Risikoforschung

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Beschädigtes Haus nach Murgangereignis

Finanzierung: SNF

Dauer: September 2015 - August 2018

Mitarbeitende: Keiler Margreth, Chow Candace

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Zur Förderung der Elementarschadenprävention (ESP) an Gebäuden kommen heute bei den kantonalen Gebäudeversicherungen (KGV) diverse Instrumente zum Einsatz. Wenn es Versicherungsnehmer unterlassen, zumutbare Massnahmen zur ESP umzusetzen, gibt es zum Schutz der Solidargemeinschaft auch die Möglichkeit, versicherungsrechtlichen Instrumente anzuwenden, um Schadenzahlungen im Ereignisfall zu reduzieren. Es fehlt bisher ein fundierter Überblick über den heutigen Nutzen, die mögliche Wirkung sowie die allfälligen Nachteile der verfügbaren Instrumente.

Im vorliegenden Projekt wurde ein aktueller Überblick über die angewendeten ESP-Instrumente erarbeitet. Anhand von Schadendaten und Kenngrössen zur Exposition des versicherten Gebäude-Portfolios wurde zudem geprüft, ob sich Unterschiede bei der ESP zwischen verschiedenen KGV statistisch nachweisen lassen.

Für ausgewählte KGV wurden die wichtigsten Instrumente hinsichtlich ihrer Anwendung umfassend bewertet und das mögliche Optimierungspotenzial aufgezeigt. Daraus wurden aus rechtlicher und gesellschaftlicher Sicht für alle KGV Empfehlungen im Sinne von „best practices“ abgeleitet hinsichtlich des Einsatzes von ESP- und versicherungsrechtlichen Instrumenten mit dem Ziel einer optimalen Balance zwischen Prävention und Schadendeckung. Weil mit steigenden Schäden die KGV zunehmend unter Druck sind, die Solidargemeinschaft vor den finanziellen Folgen von vermeidbaren Schäden zu schützen, wurde dieser Aspekt vertieft untersucht.

Das Projekt wurde im Rahmen der 9. Ausschreibung der Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherungen finanziert. www.praeventionsstiftung.ch

Die Gruppe für Geomorphologie, Naturgefahren-  und Risikoforschung bearbeitete das Projekt zusammen mit Ernst Basler + Partner AG Zollikon (Projektleitung) und Cornel Quinto Zürich (Rechtsexperte). Arbeitsschwerpunkte der uni Bern in dieser Gemeinschaft bildeten die Datenaufbereitung und –Analyse zu Gebäude-Exposition und -Schäden, die Mitarbeit und Qualitätssicherung bei der Aufnahme der aktuell angewendeten ESP Instrumente sowie quantitative Aspekte bei der Nutzwertanalyse über verschiedene Instrumentenkombinationen.

Dauer: März 2016 – Dezember 2017

Das Projekt „Monitoring der Hochwasserrisiken in der Schweiz“ ist ein praxisnahes Forschungsprojekt zwischen dem Mobiliar Lab für Naturrisken der Universität Bern und dem Bundesamt für Umwelt, Abteilung Gefahrenprävention. Beide Institutionen beteiligen sich an der Finanzierung des Projekts.

Die laufende Vorstudie soll einen Überblick über den „state of the art“ bezüglich dem Monitoring von Hochwasserrisiken geben, sowohl im wissenschaftlichen Bereich, wie auch in der politischen Praxis. Zentrale Aspekte der Untersuchung sind das vorhandene Wissen, Instrumente und angewendete Methoden. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Vorstudie sollen dazu dienen, Fragestellung, Zielsetzung und Methoden des Hauptprojekts zu präzisieren.

Logo des Projekts Mountain Risks

From Prediction to Management and Governance

(2007-2010)

Logo des Projekts MOVE

Methods for the Improvement of Vulnerability Assessment in Europe

(2008-2010)

Praxiskoffer Risikoedialog Naturgefahren