Aktuell

19. April 2022

Winter 3 °C wärmer als vorindustriell

Temperaturrekonstruktionen für die kalte Jahreszeit basierend auf Gefrier- und Auftaudaten von Flüssen sowie der Beobachtung von Pflanzen zeigen das Ausmass der Erwärmung seit 300 Jahren. Demnach haben sie die nördlichen Mittelbreiten um drei Grad erwärmt. Die neuen Daten ermöglichen auch eine bessere Analyse von Klimamechanismen. Dabei zeigt sich die wichtige Rolle der Schneedecke. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Gruppe für Klimatologie, welche heute in «Nature Communications» erschienen ist.

4. Mai 2022

Ansemetplatz Entsiegelung

Berner Stadtklimaforschung in aller Munde

Die Stadtklimaforschung am GIUB sorgt erneut für Schlagzeilen und zeigt damit die wissenschaftliche, politische und gesellschaftliche Relevanz der Thematik auf: Einerseits als prominenter Bestandteil im Jahresbericht 2021 der Universität Bern [Link] und andererseits in Form eines ausführlichen Interviews mit Dr. Moritz Gubler im Bund anlässlich der Lancierung der «Stadtklima-Initiative» auf dem Ansermetplatz.

19. Mai 2022

Hitze- und Trockensommer in der Schweiz

Hitze und Trockensommer in der Schweiz

Vor 75 Jahren erlebte die Schweiz einen Hitze- und Trockensommer, der den Menschen jahrzehntelang als «die grosse Dürre» in Erinnerung geblieben ist. Am Geographischen Institut der Universität Bern, in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz, ETH Zürich, Universität Zürich, Agroscope und WSL, ist zum Thema eine neue Broschüre (und ein kurzer Film) entstanden. Darin zeichnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Blickwinkeln nach, wie es 1947 zu diesem Rekordsommer kam und fragen, was wir daraus für die Zukunft lernen können: Was sind Ursachen und Folgen von Hitze- und Trockensommern in der Schweiz? Unter welchen Konsequenzen litten vor 75 Jahren Natur und Mensch, und wie wirken sich Hitze und Dürre heute aus? Wie normal wird ein Rekordsommer wie 1947 im Schweizer Klima der Zukunft? [www.giub.unibe.ch/1947/]

23. Mai 2022

Book cover

Universities as Transformative Social Spaces

Neue Publikation von Andrea Kölbel, Joanna Pfaff-Czarnecka und Susan Thieme erschienen.

Kölbel, Andrea; Pfaff-Czarnecka, Joanna; Thieme, Susan (Hg.) (2022). Universities as Transformative Social Spaces. Mobilities and Mobilizations from South Asian Perspectives. Oxford, Oxford University Press.

Bei Interesse an der Publikation, melden Sie sich bei Susan Thieme.

30. Mai 2022

Intime Geopolitik: transnationale Leihmutterschaft und Eizellenspende

Die Forschung der Unit Sozial- und Kulturgeographie sorgt momentan regelmässig in den Schweizer und internationalen Medien für Schlagzeilen. Sie zeigt, wie scheinbar intime und private Fragen der Reproduktion eng mit geopolitischen Ereignissen und politischen Debatten zusammenhängen. Laura Perler im Gespräch mit Prof. Andreas Büchler (Uni Zürich) in DIE ZEIT zur Legalisierung von Eizellenspende in der Schweiz (Link ‹DIE ZEIT›) und Carolin Schurr im Gespräch im BUND (Link ‹Der Bund›) über Leihmutterschaft in Zeiten des Krieges.
Im Juni wird Laura Perler Ihre Forschung zu transnationaler Eizellenspende in Spanien im Rahmen einer eigenen Fotoausstellung an der Heinrich Böll Stiftung zeigen (Link ‹Heinrich Böll Stiftung›). Die Ausstellung wird im Oktober auch im Kornhaus in Bern zu sehen sein. 
 

1. Juni 2022

Prof. Dr. Werner Eugster

Andenken an Prof. Dr. Werner Eugster

Am 23. Mai 2022 verstarb Werner Eugster, langjähriges Mitglied und Dozent an unserem Institut. Mit ihm verliert das Institut einen grossen Forscher und Lehrer.

Werner Eugster war Berner Geograph mit Haut und Haar. Er studierte in Bern und fand an unserem Institut schnell seinen Platz. Nach seiner Diplomarbeit zur Herkunft von Spurenmetallen auf Aerosolen 1990 begann er seine Doktorarbeit zur mikrometeorologischen Bestimmung von Spurengasflüssen, welche er 1994 abschloss. Diese Arbeit setze er in verschiedenen Projekten als Postdoc fort. Werner habilitierte 2003 an der Universität Bern und setzte danach seine Karriere an der ETH Zürich fort. Von Bern war Werner Eugster aber nicht wegzudenken, und so blieb er denn auch über all die Jahre Lehrbeauftragter am Geographischen Institut. In den mikrometeorologischen Feldkursen liess er die Studierenden an seinen reichen Felderfahrungen teilhaben.
Werner Eugster liebte Messungen und Feldexperimente. Schon als Schuljunge bastelte er ein Psychrometer, um bei «Schweizer Jugend forscht» mitzumachen. Die Messungen wurden professioneller, sein Interesse an der Messung – und allen damit verbundenen Problemen – blieb. Diese Erfahrung gab er gerne weiter. Glücklich schätzte sich, wer ihn als Mentor hatte.
Trotz seiner Krebserkrankung blieb Werner Eugster aktiv in der Wissenschaft, in allen Bereichen. Er unterrichtete, forschte, betreute, und er bereicherte die Wissenschaft bis ganz am Schluss. Wir vermissen ihn und trauern mit seiner Familie.

Prof. Dr. Stefan Brönnimann