Aktuell

11. Dezember 2025

Ausschnitt aus Publikation

Neue Grundlagedaten für eine zukunftsorientierte Wasserwirtschaft

Die Nutzung der Wasserkraft steht im Spannungsfeld zwischen Stromproduktion, der Sicherstellung ökologischer Funktionen der Fliessgewässer und weiteren Wassernutzungen – eine Komplexität, die sich angesichts der fortschreitenden Klimaerwärmung weiter verschärfen wird. Zentral ist dabei das Restwasser, also die Abflussmenge, die nach einer Wasserentnahme für Stromproduktion im Gewässer verbleibt. Gesetzliche Restwasserbestimmungen sollen Biodiversität und Wasserqualität schützen und gleichzeitig die Energieproduktion ermöglichen.

 In der bisherigen Debatte fehlte eine öffentlich zugängliche Datengrundlage, um beispielsweise zu simulieren, wie hoch die Produktionsminderungen infolge der Restwasserbestimmungen tatsächlich sind. Rückblickend zeigt sich, dass dieser Einfluss wiederholt überschätzt wurde. Gleichzeitig sind aquatische Lebewesen auf den Roten Listen der bedrohten Arten überrepräsentiert: 65 % der Fische und Rundmäuler sowie 47 % der Invertebraten befinden sich auf den Roten Listen. Heute ist ein erweiterter Ausbau der Stromproduktion aus Wasserkraft politisch gewünscht und geplant; gleichzeitig gilt es, dem Verfassungsauftrag von 1975 zur Sicherstellung angemessener Restwassermengen gerecht zu werden. Diese Zielkonflikte treten insbesondere in den zahlreichen Neukonzessionierungsverfahren zutage, die in den nächsten 20 Jahren anstehen.

Um zukünftige Entscheidungsprozesse zu unterstützen, ist im Rahmen der ETH-Initiative SPEED2ZERO – in Zusammenarbeit mit der WSL und der Universität Bern – erstmals eine öffentlich zugängliche Restwasser-Datenbank entstanden. Dank ihrer kraftwerksspezifischen Struktur ermöglicht sie eine effiziente Analyse hydroenergetischer Fragestellungen. Damit soll eine faktenbasierte Abwägung unterschiedlicher Nutzungsinteressen unterstützt sowie eine zukunftsorientierte Wasserwirtschaft gefördert werden.

17. Dezember 2025

Covers der beiden aktuellsten Publikationen

50 Jahre «Geographica Bernensia»

Der hauseigene Verlag feiert das Jubiläum mit zwei neuen Publikationen Paul Messerli: «Betrachtungen über die Geographie als Wissenschaft und Bildungsfach» (Link zur Publikation) und Tobias Sprafke et al. «Bodenlandschaften im Kanton Bern» (Link zur Publikation).

9. Januar 2026

Dialogues on health and care: places, knowledges and practices of resistance and transformation

Weitere Informationen: siehe englische Seite

14. Januar 2026

Prof. Dr. Heike Mayer

Heike Mayer im Board der Sustainability Science Initiative

Heike Mayer wurde als Mitglied des SRI Board für die Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Mit der Sustainability Science Initiative (Initiative für Nachhaltigkeitsforschung) treibt die SCNAT gemeinsam mit ihren Schwesterinstitutionen die Wissenschaft zur nachhaltigen Entwicklung und zur Agenda 2030 voran. Ein besonderes Augenmerk richtet sie auf die gemeinsame Bearbeitung gesellschaftlich prioritärer Fragen in übergreifenden Konsortien.

30. Januar 2026

NCCR-Logo

NCCR CLIM+ Programm «Klimaextreme und Gesellschaft» bewilligt

Das NCCR CLIM+ Programm zum Thema «Klimaextreme und Gesellschaft» (www.nccr-climplus.ch) wurde vom Schweizerischen Nationalfonds SNF für die nächsten vier Jahre zur Finanzierung bewilligt. Mit 47 PI, 10 Projektpartnern, 20 Partnerinstitutionen und 22 Stakeholder-Organisationen aus den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Landwirtschaft wird das NCCR-CLIM+ das Fachwissen aus Natur- und Sozialwissenschaften bündeln, um den wirksamen Wandel der Schweiz, hin zu einer widerstandsfähigeren und sichereren Zukunft, zu unterstützen (gemeinsame Leitung von Universität Bern / Karin Ingold, Olivia Romppainen-Martius und ETH Zürich). 

24. März 2026

Frictions of space and embodied absences: slavery and colonial heritage memories hiding in plain sites

Prof. Dr. Emmanuel Akwasi Adu-Ampong, Wageningen University
Berner Humangeographisches Kolloquium BHK
(14.15 Uhr, Raum 002, GIUB)

Organisiert von den Units:
Sozial- und Kulturgeographie / Wirtschaftsgeographie /
Kritische Nachhaltigkeitsforschung /
Politische Stadtforschung und nachhaltige Raumentwicklung /
Geographien von Katastrophen
in Zusammenarbeit mit dem mLAB des Geographischen Instituts