Aktuell

12. November 2025

Fotos Bremgartenwald

Neues Hydrologisches Lehrlabor im Bremgartenwald verbindet Forschung, Lehre und Citizen Science

Das Geographische Institut der Universität Bern entwickelt ein innovatives Lehr- und Forschungslabor für Waldhydrologie im Bremgartenwald – nur eine kurze Fahrradfahrt vom Campus entfernt. Als eines der wenigen komplett bewaldeten Mikroeinzugsgebiete mit Bach in Stadtnähe bietet es Studierenden praktische Felderfahrung und ermöglicht gleichzeitig Langzeitforschung zu Wasserbilanz, Isotopentracing und Klimawandel-Auswirkungen auf Wälder. Über zwei Jahre (2026 – 2027) werden innovative Instrumente wie Wiege-Lysimeter und Smart-Rock-Sensoren installiert, Masterstudierende führen Forschungsprojekte durch und die Öffentlichkeit wird durch «Citizen Science»-Veranstaltungen eingebunden. Das Labor kooperiert mit bestehenden Projekten zur Waldbewachung und wird zum lebendigen Observatorium für nachhaltige Umweltbildung in Bern.

11. Dezember 2025

Ausschnitt aus Publikation

Neue Grundlagedaten für eine zukunftsorientierte Wasserwirtschaft

Die Nutzung der Wasserkraft steht im Spannungsfeld zwischen Stromproduktion, der Sicherstellung ökologischer Funktionen der Fliessgewässer und weiteren Wassernutzungen – eine Komplexität, die sich angesichts der fortschreitenden Klimaerwärmung weiter verschärfen wird. Zentral ist dabei das Restwasser, also die Abflussmenge, die nach einer Wasserentnahme für Stromproduktion im Gewässer verbleibt. Gesetzliche Restwasserbestimmungen sollen Biodiversität und Wasserqualität schützen und gleichzeitig die Energieproduktion ermöglichen.

 In der bisherigen Debatte fehlte eine öffentlich zugängliche Datengrundlage, um beispielsweise zu simulieren, wie hoch die Produktionsminderungen infolge der Restwasserbestimmungen tatsächlich sind. Rückblickend zeigt sich, dass dieser Einfluss wiederholt überschätzt wurde. Gleichzeitig sind aquatische Lebewesen auf den Roten Listen der bedrohten Arten überrepräsentiert: 65 % der Fische und Rundmäuler sowie 47 % der Invertebraten befinden sich auf den Roten Listen. Heute ist ein erweiterter Ausbau der Stromproduktion aus Wasserkraft politisch gewünscht und geplant; gleichzeitig gilt es, dem Verfassungsauftrag von 1975 zur Sicherstellung angemessener Restwassermengen gerecht zu werden. Diese Zielkonflikte treten insbesondere in den zahlreichen Neukonzessionierungsverfahren zutage, die in den nächsten 20 Jahren anstehen.

Um zukünftige Entscheidungsprozesse zu unterstützen, ist im Rahmen der ETH-Initiative SPEED2ZERO – in Zusammenarbeit mit der WSL und der Universität Bern – erstmals eine öffentlich zugängliche Restwasser-Datenbank entstanden. Dank ihrer kraftwerksspezifischen Struktur ermöglicht sie eine effiziente Analyse hydroenergetischer Fragestellungen. Damit soll eine faktenbasierte Abwägung unterschiedlicher Nutzungsinteressen unterstützt sowie eine zukunftsorientierte Wasserwirtschaft gefördert werden.

17. Dezember 2025

Covers der beiden aktuellsten Publikationen

50 Jahre «Geographica Bernensia»

Der hauseigene Verlag feiert das Jubiläum mit zwei neuen Publikationen Paul Messerli: «Betrachtungen über die Geographie als Wissenschaft und Bildungsfach» (Link zur Publikation) und Tobias Sprafke et al. «Bodenlandschaften im Kanton Bern» (Link zur Publikation).

6. Januar 2026

Alterspyramide

Besuch im Museum für Kommunikation

Museum für Kommunikation
Geographische Gesellschaft Bern
Vortragsreihe «10-Milliarden-Welt und 10-Millionen-Schweiz: Perspektiven aus der Geographie»
(15.45 Uhr, Museum für Kommunikation, Helvetiastrasse 16, 3000 Bern 6)
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Gesamtes Vortragsprogramm 2025/2026 (PDF, 208KB)