Vorträge

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Ab dem 20. September 2021 gilt eine Covid-Zertifikatspflicht für alle Aktivitäten, die im Rahmen der Universität stattfinden, unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden.
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Vortragsprogramm 2021/2022

WASSER – RESSOURCE UND GEFAHR

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Achtung! Für den Besuch dieser Veranstaltung gilt eine Zertifikatspflicht.

Prof. em. Dr. Rolf Weingartner, GIUB, Bern

Schweizer Gewässer im globalen Wandel

14. Dezember 2021, 18.15 – 19.30 Uhr, Grosser Hörsaal 001, GIUB oder über Zoom: Link
Um via Zoom teilzunehmen wird ein Passwort benötigt, Das Passwort kann via Mail angefragt werden.

Spätestens seit der Abstimmung zur Trinkwasserinitiative, welche im Juni 2021 zur Abstimmung gelangte und welche im Vorfeld zu ausufernden und kontroversen Diskussionen führte, hat eine breite Öffentlichkeit wahrgenommen, dass die schweizerischen Gewässer nicht nur durch die Klimaänderung, sondern auch durch den globalen Wandel (Umweltveränderungen, Landnutzungsänderungen, Siedlungsdruck etc. ) betroffen sind. Dabei ist stets zwischen den Auswirkungen auf die Ressource Wasser und damit auf Veränderungen von Quantität und Qualität und den Veränderungen der Gefahrensituation durch Hochwasser zu unterscheiden.
An Fallbeispielen wird aufgezeigt, dass sich die durch den globalen Wandel ausgelösten Herausforderungen im Alpenraum und im Mittelland teilweise deutlich unterscheiden. Die Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen und Probleme sind weitgehend bekannt. Trotzdem stellen wir kein adäquates Handeln fest. Eigentlich sind wir seit nunmehr drei Jahrzehnten beobachtende Zeitzeugen, welche die bereits ablaufenden Veränderungen akribisch aufzeichnen und darüber detailliert berichten. Die entscheidende Frage ist aber, ob uns der Schritt vom «Beobachtenden» zum «Handelnden» gelingt?
 

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Achtung! Für den Besuch dieser Veranstaltung gilt eine Zertifikatspflicht.

PD Dr. Daniel Viviroli, Universität Zürich, Zürich

Die Bedeutung der Gebirge für die globalen Wasserressourcen

11. Januar 2022, 18.15 – 19.30 Uhr, Grosser Hörsaal 001, GIUB oder über Zoom: Link
Um via Zoom teilzunehmen wird ein Passwort benötigt, Das Passwort kann via Mail angefragt werden.

Die Bergregionen der Welt werden oft als «Wasserschlösser» bezeichnet: Alle grossen Flüsse entspringen in Gebirgen, und in den Gebirgsregionen entstehen vielerorts überproportional grosse Abflüsse. Doch welche Bedeutung haben Gebirge für die Wasserressourcen der Tiefländer, und wie verändert sich diese Bedeutung unter sich wandelnden klimatischen, demografischen, wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen? Der Vortrag widmet sich diesem Thema mit einer globalen Übersicht und einigen regionalen Beispielen, wobei insbesondere die Resultate neuer Modellrechnungen für den Zeitraum 1961 – 2050 vorgestellt werden.
Auf globaler Skala wird beleuchtet, dass Mitte dieses Jahrhunderts etwa 1.5 Milliarden Tieflandbewohner stark von Abflüssen aus den Gebirgen abhängig sein könnten. Dies entspricht knapp einem Viertel der gesamten Tieflandbevölkerung und macht eine starke Zunahme gegenüber den 1960er-Jahren aus, wo nur ca. 180 Millionen Tieflandbewohner oder 7 % der Tieflandbevölkerung bedeutend auf Gebirgsabflüsse angewiesen waren. Für diese Zunahme ist insbesondere der markant steigende Gesamtwasserverbrauch in den Tiefländern verantwortlich.
Eine wichtige Verbindung zeigt sich zudem zur Nahrungsmittelproduktion, wo gegenwärtig etwa ein Drittel der Bewässerungsflächen in den Tiefländern stark von Gebirgsabflüssen abhängig ist und gleichzeitig unter Übernutzung der lokal vorhandenen Wasserressourcen betrieben wird. Bis Mitte Jahrhundert könnten über die Hälfte der bewässerten Tieflandflächen unter dieser kritischen Kombination von Abhängigkeit und Übernutzung stehen.
Eine nachhaltige Entwicklung der Berggebiete ist unbedingt nötig, um deren wichtige Funktion als «Wasserschlösser der Erde» in Zukunft sicherzustellen. Ebenso spielt Klimaschutz eine entscheidende Rolle, um zunehmend unvorteilhafte Veränderungen in Zeitpunkt und Menge der Gebirgsabflüsse zu verhindern.
 

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Dr. Christian Stamm, EAWAG, Dübendorf

Vom Feld in Bach und ins Grundwasser: Pflanzenschutzmittel, ihre Auswirkungen und mögliche Lösungsstrategien

25. Januar 2022, 18.15 – 19.30 Uhr, Grosser Hörsaal 001, GIUB oder über Zoom: Link
Um via Zoom teilzunehmen wird ein Passwort benötigt, Das Passwort kann via Mail angefragt werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Auswirkungen landwirtschaftliche Pestizide auf unsere Gewässer. Es wird dargestellt, wie und wieviel dieser Substanzen in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser gelangen und welche besonders kritisch sind. Die Konsequenzen für die Gewässerorganismen und die Trinkwasserqualität werden beleuchtet. Anschliessend werden mögliche Massnahmen zur Reduktion der Einträge und der damit verbundenen Risiken diskutiert und die aktuell ergriffenen Massnahmen eingeordnet. Schlussendlich wird die Frage aufgegriffen, wie der Erfolg der Massnahmenpakete gemessen werden sollen und welche Herausforderungen sich dabei stellen.