Wie wird Leihmutterschaft weltweit reguliert?
Laura Perler, Carolin Schurr, Mirko Winkel (2026)
Wer darf Kinder haben und unter welchen Bedingungen? Wer wird dabei unterstützt, Kinder zu bekommen, und wer wird daran gehindert? Was haben Grenzen und Geopolitik mit den intimsten Entscheidungen unseres Lebens zu tun?
(https://atlas-der-reproduktion.ch, 29.09.2026)
Gesetze im Feld der Leihmutterschaft werden oft innerhalb weniger Monate verschärft, liberalisiert oder neu erlassen. 2015 galt Mexiko als neuer globaler Hotspot für internationale und gay Leihmutterschaft. Heute ist Leihmutterschaft in den meisten Bundesstaaten strikt reguliert und lediglich für Staatsangehörige, die in einer heterosexuellen Beziehung leben zugänglich. In Russland hat sich die Lage seit dem militärischen Angriffskrieg gegen die Ukraine dramatisch verändert. Leihmutterschaft ist für internationale Wunscheltern nicht länger möglich, dafür betreibt die russische Regierung aktuell eine offensive pronatalistische Politik.
Die Karte ist ein Beispiel aus dem Buch- und Ausstellungsprojekt Altas der Reproduktion (Kornhausforum Bern, 4. September 2026 – 25. Oktober 2026). Die Grafiken verstehen versteht sich als Beitrag zu einer kritischen Kartographie, die neue Wissensformen und Sichtbarkeiten hervorbringt, indem sie Ungleichheiten und Widersprüche offenlegt, statt sie zu glätten.
Laura Perler, Carolin Schurr und Mirko Winkel arbeiten am Geographischen Institut der Universität Bern und im mLAB, einem transdisziplinären Labor an der Schnittstelle von Forschung, Gestaltung und Öffentlichkeit.