Lehre und Forschung

Im Rahmen des mLAB werden neue digitale, sensorische und ästhetische Methoden für die Geographie erschlossen, erforscht und gelehrt. Einige erste filmische Beispiele können Sie hier einsehen.

Folgende Workshops, Vorträge, Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte finden derzeit statt:

Seminar

Herbstsemester 2020

Einführungskurs in audiovisuelle Methoden und Techniken des Dokumentarfilms und ihre Bedeutung für die Geographie

Philipp Eyer, Prof. Dr. Susan Thieme

Breite Kenntnisse sozialwissenschaftlicher Methoden und Erfahrung im empirischen Arbeiten ist eine Kernkompetenz von GeographInnen. Besonders wichtig ist dabei die Ausbildung der Studierenden im Umgang mit technologiegestütztem Lernen und Forschen wie zum Beispiel der Nutzung von Video und Film. Zum einen braucht es Erfahrung darüber welche digitalen Werkzeuge sich für welche Phasen des Forschungsprozesses eignen und welche Anforderungen diese stellen. Zum anderen braucht es Wissen darüber wie man Film nicht nur als Repräsentationsinstrument einsetzt, sondern auch gezielt Gesellschaft filmisch erforschen kann. Das Praxisseminar vermittelt theoretische wie praktische Zugänge zum Dokumentarfilm und anderer audiovisueller Methoden. Zur Einführung werden Grundkenntnisse zur Theorie und Geschichte des Dokumentarfilmes, sowie der visuellen Anthropologie (ethnografischer Film) vorgestellt. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Vermittlung filmischer Grundlagen: Einführung in die Technik (Formate, Kameraausrüstung, Ton), Sprache des nicht-fiktionalen Films (Bildgestaltung, Erzähltechniken, Interviews) und Postproduktion (Schnitt). Die Studierenden erwerben die Fähigkeiten in der Handhabung mit Kamera-, Ton- und Schnitttechnik, erarbeiten ein schriftliches Filmkonzept und stellen als Gruppenarbeit einen eigenen Film her. Im gemeinsamen Seminarteil gibt es eine Einführung in Kamera, Mikrophon, Schnittprogramm und in das Schreiben eines Filmkonzeptes. Wir schauen und analysieren exemplarische Dokumentarfilme bzw. –Szenen. Anhand der Filmbeispiele werden visuelle Gestaltungsmittel erörtert, die als Input für die eigene Konzept- und Dreharbeit dienen. Zudem werden praktische Übungen mit Kamera, Ton und Text gemacht. Parallel zum Seminar stellen die Studierenden als Gruppenarbeit einen Film (5 – 10 Min.) her. Das praktische Know-How dafür wird im Seminar vermittelt. Dreh und Schnitt werden individuell in der Gruppe durchgeführt und in Absprache betreut. Die Filme werden analysiert, diskutiert und bewertet.

Seminar

Herbstsemester 2020

Prof. Dr. Susan Thieme, Dr. Patricia Fry

Das Seminar kombiniert die Themen Nachhaltige Entwicklung und Alltagsmobilität mit der transdisziplinären Methode des Social Learning Videos (SLV). Transdisziplinäre Forschung hat sich gesellschaftlich relevanter Probleme angenommen und erarbeitet Lösungen gemeinsam (Ko-produktion) mit der Zivilgesellschaft, Verwaltung und der Wirtschaft. Dazu wurden partizipative Methoden wie die Social Learning Video (SLV) Methode entwickelt. Mit der SLV - Methode gelingt es bereits erfolgreiches Transformationswissen zu ermitteln und mit Hilfe von Videos in den Netzwerken der Zielgruppe weiter zu vermitteln. Unter Anwendung der Social Learning Video (SLV) Methode durchlaufen die Studierenden dem Semesterformat angepasst einen transdisziplinären Forschungsprozess.
In sehr enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden der SBB und anderen Stakeholdern bekommen sie beispielhaft Einblick in laufende Aushandlungen über die zukünftige Rolle und Gestaltung von Bahnhöfen als «Mobilitätshubs» - Orte an denen Fragen von Nachhaltigkeit wie Zugang zu und Nutzung von Mobilität für die verschiedensten Bevölkerungsgruppen, Mobilitätsinfrastruktur, Formen von Mobilität oder Teilhabe an Entscheidungen ausgehandelt werden. Unser Fallbeispiel ist dr Bahnhof Olten.

Ergebnisse

Präsentation der Seminarergebnisse

Dr. Elisabeth Militz & Mirko Winkel

Im Zentrum des Seminars stand die Aufgabe zeitgenössische Verhältnisse zwischen dem Menschlichen und dem Nicht-Menschlichen, zwischen Natur und Kultur, zwischen Menschen und Technologien zu fassen und in einem geeigneten Vermittlungskonzept einer selbstgewählten Zielgruppe zu erklären. Ausgehend von Kernkonzepten mehr-als-menschlicher Geographien wie Cyborg (D. Haraway), Affekt (S. Ahmed) und Transkorporealität (S. Alaimo) entwickelten die Seminarteilnehmenden inhaltliche Formate (digitale Ausstellung, Hörspiel, Selbst-Test, Instagram-Container), die die vielfältigen Verschränkungen und das Zusammenwirken von menschlicher und nicht-menschlicher Materie ernst nehmen.

Seminarergebnisse Gruppe Sozial- und Kulturgeographie: LINK

Collaboration Project

Herbstsemester 2020

Mirko Winkel, Prof. Dr. Carolin Schurr, Isabelle Bentz

Eine Zusammenarbeit zwischen dem mLAB und dem Studiengang Data, Design and Art der Hochschule Luzern.

Während Karten traditionell dazu dienten naturwissenschaftliche Parameter, Raumphänomene und quantifizierbare Daten maßstäblich zu generalisieren, spielt mittlerweile auch die Visualisierung qualitativer Daten für die Sozial- und Kulturwissenschaften eine immer grössere Rolle. Die hier entstandene Praxis des kritischen Kartenlesens wirkt sich wiederum auf die gängigen naturwissenschaftlichen Darstellungsformen und das Bestreben nach analytischer Distanznahme aus. Aus einer machtkritischen Auseinandersetzung mit der Praxis des Kartierens ist so beispielsweise das counter mapping oder das participatory mapping entstanden.

Das Seminar für Bachelor- und Master-Studierende bietet neben dem technischen Know-How die Möglichkeit, interessierten Studierenden innovative Methoden für ihre zukünftige Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit vorzustellen bzw. regt dazu an, eigene innovative Visualisierungspraxen zu entwickeln.

 

Ergebnisse

Feldkurs der Gruppe Wirtschaftsgeographie & Regionalforschung

Während des Feldkurses untersuchten die Studierenden, wie kleine und mittlere Unternehmen im Berner Oberland auf die gegenwärtige wirtschaftliche Krise reagieren. Ziel war es, zu analysieren, inwiefern sich die Strategien und Motivationen der Unternehmen als Antwort auf die Covid-19 Situation verändert hatten. In Zusammenarbeit mit dem mLAB entwickelten die Studierenden in Kleingruppen kurze filmische Portraits, in denen die Gespräche mit den Unternehmer*innen und die Forschungsfragen im Mittelpunkt stehen.

Einblicke: LINK

Collaboration Project

1st of August 2020 - 31st of March 2021

Becoming part of creating and enacting new research methods and methodologies with and through media tools, the mLAB joins forces with the Theater of Transformation Academy to collaborate on interdisciplinary unorthodox coalitions of aesthetics and research, working in the applied research and performance arts of; theater, cinema, visual anthropology, human geography and new media.

Chaired by: Prof. Dr. Susan Thieme & Dr. Rama Mani
Coordinated by: Dr. Eda Elif Tibet

 

Workshop

This August, 20 students from a range of backgrounds will work in transdisciplinary teams and develop research projects on the theme «Climate & the city».
The ECO ART LAB is a transdisciplinary do and think tank on arts and climate change at the Bern University of the Arts (BFH), Institute for Practices and Theories in the Arts in collaboration with the The Crowther Lab – Global Ecosystem Ecology, ETH Zurich and the mLAB.

For more Informationabout the outcomes:

www.ecoartlab.ch

Workshop

8-11 September 2020

A major challenge for scientists is to communicate complex concepts and detailed content in ways that are appropriate for the wide audience. In the filmmaking marathon, we seek to challenge, inspire and train researchers to use filmmaking to communicate their research. Scientists learn how to make films by working with filmmakers in four intensive days, aiming to produce short films in small groups. A selection of the produced films will be screened at the Global Science Film Festival.

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Vortragsreihe und Forschungswerkstatt

Die Geographie erlebt einen Digital Turn. Computer, Satelliten, GPS, Digitalkameras, Audiosignale und Smartphones bestimmen zunehmend die geografische Praxis.  In der Vortragsreihe «Digital Methods in Geography» wollen wir uns diesem Digital Turn theoretisch und methodisch nähern und auch kritisch weiterentwickeln. 

Transdisziplinäre Praktiker_innen aus Forschung und Kunst stellen ihre aktuellen Projekte vor. Zu diesen Vorträgen und Debatten laden wir Sie herzlich ein.

 

Wann: Mittwochs, 14:15 – 15:15 Uhr

Wo: Seminarraum 324, Mittelstrasse 43, 3012 Bern

 

Programm

26. FEB 2020: Open, big and geo data (Englisch) 

Sleep troubles and nighttime noise: spatial clustering in the city of Lausanne
Stéphane Joost, Geograph, Senior Scientist, EPFL Lausanne         

                            

04. MÄRZ 2020: Sonic Spaces (Englisch)                                                                                              

Voices, Intimacy and the Politics of Sound
Luis Velasco-Pufleau, Sound-Künstler und Musikwissenschaftler, Universität Bern, Walter Benjamin Kolleg und Institut für Musikwissenschaft

 

18. MÄRZ 2020: Small data (Deutsch)

NutzerInnengenerierte Daten und Partizipatives Kartieren
Flurina Wartmann, Geographin und PostDoc an der WSL Birmensdorf

 

25. MÄRZ 2020: Ethnography of social media (Englisch)

Online and offline ethnography to research social media
Elisabetta Costa, Anthropologin, Assistant Professor, University of Groeningen

 

08.APRIL 2020: Geographies of film (Deutsch)                                                                         

Digging Deep – Erforschung von Geografien des Heimischen
Alex Gerbaulet
, Künstlerin, Filmemacherin und Kuratorin, Berlin

 

Begleitend zu der Vortragsreihe findet eine Forschungswerkstatt mit Studierenden und Wissenschatftler_innen statt, die sich selbst an digitalen Methoden probieren. Diese Arbeiten werden im Herbst 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt.

FlyerDigitalMethods.pdf (PDF, 67KB)

Kostenloser Online Kurs

MOOC

Das Geographische Institut hat mit Prof. Dr. Stephan Rist und Prof. Dr. Susan Thieme auf Initiative des transdisciplinarity net zusammen mit vielen anderen Schweizer Universitäten einen neuen Online Kurs mitentwickelt (MOOC). Der Kurs findet in englischer Sprache statt, beginnt am 30. März 2020 und wird bis zum 10. Mai betreut durch die Dozierenden tutoriell betreut. Der Kurs bleibt bis zum 21. Juni zur Anmeldung offen. Nach dem Kursbeginn haben die Lernenden ab dem Einschreibetermin 8 Wochen Zeit, um den Kurs kostenlos zu besuchen und zu beenden. (Hinweis: Dies bedeutet, dass sich die Lernenden während der gesamten Zeit vom Kursbeginn bis zum Enddatum der einschreiben können - und 8 Wochen kostenlosen Zugang zum Kurs haben.)

Seminar

Dr. Elisabeth Militz & Mirko Winkel

10. Feb 2020 - 29. Mai 2020, Verschiedene Termine

 

Seit dem Cultural Turn stellen sich kulturgeographische Arbeiten vermehrt Fragen danach, wie sich zeitgenössische Verhältnisse zwischen dem menschlichen und dem nicht-menschlichen, zwischen Natur und Kultur, zwischen Menschen und Technologien fassen und erklären lassen. Dabei geht es neben Fragen nach Handlungsfähigkeiten zum Beispiel auch um das Umdenken von Grenzziehungen oder der Rolle von Körperlichkeit und Affekt in den Inter- und Intra-Aktionen zwischen Mensch, Tier, Umwelt und Technologie. Ziel des Seminars ist die Erarbeitung von Kernkonzepten mehr-als-menschlicher Geographien wie Grenzen und Dichotomien, Subjektivierung und Agency, Posthumanismus, Cyborg, Transkorporealität, Othering, Multi-Spezies, Affekt und Intra-Aktion.

Mehr-als-menschliche geographische Verhältnisse erfordern andere Formate des Erschliessens und der Repräsentation und der Vermittlung von Inhalten als den wissenschaftlichen Text oder den klassischen Vortrag; sie verlangen inhaltliche Formate, die die vielfältigen Verschränkungen und das Zusammenwirken von menschlicher und nicht-menschlicher Materie ernst nehmen. Das mLAB wird die Studierenden zum Ausprobieren solcher alternativen Vermittlungsformate anregen. Die im Seminar entstanden Konzeptarbeiten mehr-als-menschlicher Geographien werden wir auf einem Online-Blog zusammenführen und damit zu aktuellen theoretischen und methodologischen Diskussionen innerhalb der Disziplin beitragen. 

Für mehr Informationen:  elisabeth.militz@giub.unibe.ch

 

 

Archiv

Seminar

Einführungskurs in audiovisuelle Methoden und Techniken des Dokumentarfilms und ihre Bedeutung für die Geographie

Philipp Eyer, Prof. Dr. Susan Thieme

 

Kursbeschrieb

Breite Kenntnisse sozialwissenschaftlicher Methoden und Erfahrung im empirischen Arbeiten ist eine Kernkompetenz von GeographInnen. Besonders wichtig ist dabei die Ausbildung der Studierenden im Umgang mit technologiegestütztem Lernen und Forschen wie zum Beispiel der Nutzung von Video und Film. Zum einen braucht es Erfahrung darüber welche digitalen Werkzeuge sich für welche Phasen des Forschungsprozesses eignen und welche Anforderungen diese stellen. Zum anderen braucht es Wissen darüber wie man Film nicht nur als Repräsentationsinstrument einsetzt, sondern auch gezielt Gesellschaft filmisch erforschen kann. Das Praxisseminar vermittelt theoretische wie praktische Zugänge zum Dokumentarfilm und anderer audiovisueller Methoden. Zur Einführung werden Grundkenntnisse zur Theorie und Geschichte des Dokumentarfilmes, sowie der visuellen Anthropologie (ethnografischer Film) vorgestellt. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Vermittlung filmischer Grundlagen: Einführung in die Technik (Formate, Kameraausrüstung, Ton), Sprache des nicht-fiktionalen Films (Bildgestaltung, Erzähltechniken, Interviews) und Postproduktion (Schnitt). Die Studierenden erwerben die Fähigkeiten in der Handhabung mit Kamera-, Ton- und Schnitttechnik, erarbeiten ein schriftliches Filmkonzept und stellen als Gruppenarbeit einen eigenen Film her. Im gemeinsamen Seminarteil gibt es eine Einführung in Kamera, Mikrophon, Schnittprogramm und in das Schreiben eines Filmkonzeptes. Wir schauen und analysieren exemplarische Dokumentarfilme bzw. –Szenen. Anhand der Filmbeispiele werden visuelle Gestaltungsmittel erörtert, die als Input für die eigene Konzept- und Dreharbeit dienen. Zudem werden praktische Übungen mit Kamera, Ton und Text gemacht. Parallel zum Seminar stellen die Studierenden als Gruppenarbeit einen Film (5 – 10 Min.) her. Das praktische Know-How dafür wird im Seminar vermittelt. Dreh und Schnitt werden individuell in der Gruppe durchgeführt und in Absprache betreut. Die Filme werden analysiert, diskutiert und bewertet. Am Ende des Seminars werden die Filme öffentlich gezeigt. Bedingung für die Teilnahme ist ein kurzes Motivationsschreiben der Studierenden, indem sie kurz ihre Motivation beschreiben.

Seminar

Prof. Dr. Susan Thieme, Dr. Patricia Fry

 

Kursbeschrieb

Das Seminar kombiniert die Themen Nachhaltige Entwicklung im Kontext von Mobilität (Bsp. Kanton Bern) und transdisziplinäre Methoden am Beispiel von Social Learning Videos (SLV). Transdisziplinäre Forschung hat sich gesellschaftlich relevanter Probleme angenommen und erarbeitet Lösungen gemeinsam (Ko-produktion) mit der Zivilgesellschaft, Verwaltung und der Wirtschaft. Dazu wurden partizipative Methoden wie die Social Learning Video (SLV) Methode entwickelt. Grundgedanke ist die Unterscheidung zwischen System-, Ziel- und Transformationswissen und das nachhaltige Entwicklung nur durch konkretes Handlungs- respektive Transformationswissen möglich ist. Mit der SLV - Methode gelingt es bereits erfolgreiches Transformationswissen zu ermitteln und mit Hilfe von Videos in den Netzwerken der Zielgruppe weiter zu vermitteln. Ergebnis des Seminars wird es sein, dass die Studierenden einen transdisziplinären Arbeitsprozess durchlaufen und dabei zum Thema „Zugang und Praktiken von Mobilität im Kanton Bern“ ein Social Learning Video produzieren und diesen Prozess kritisch reflektieren.