Governing Telecoupled Resource Systems for Environmental Justice

Der Cluster "Governing Telecoupled Resource Systems for Environmental Justice" erforscht, wie aktuelle Dynamiken in globalen Ressourcenregimen sich auf lokale und regionale Systeme der Landnutzung auswirken, und welche Gestaltungsmöglichkeiten auf verschiedenen Handlungsebenen bestehen. Drei globale Dynamiken sind dabei Gegenstand der Forschung: großflächige Investitionen in Landwirtschaft und natürliche Ressourcen, Klimawandel und Klimapolitiken sowie Initiativen zum Schutz von natürlichen Ressourcen. In verschiedenen Arbeitspaketen liefert der Cluster empirische, konzeptionelle und methodische Beiträge, um die resultierenden Veränderungen in Landnutzung und Regionalentwicklung zu untersuchen, aus der Perspektive der Umweltgerechtigkeit zu beurteilen und institutionelle Gestaltungsmöglichkeiten in polyzentrischen Governance-Systemen zu analyiseren. Die Studienregionen der WissenschaftlerInnen des Clusters liegen in Ländern Südostasiens, Afrikas, Lateinamerikas und in der Schweiz.

Forschungsziele

  1. Konzepte: Der Cluster entwickelt konzeptionelle Ansätze zur Analyse von sozial-ökologischen Systemen, institutioneller Analyse und Telecoupling fort. Die Integration von Konzepten des Telecoupling und Netzwerken von Handlungsräumen erlaubt uns, die komplexen Interaktionen und Überlappungen von sozialen und physischen Räumen zu analysieren. Dieser Ansatz ermöglicht uns, die Analyse von vielfältigen Flüssen von Informationen, Kapital, Waren und Dienstleistungen, Menschen u.a. mit der Analyse von verschachtelten Handlungsräumen zu verbinden, um Dynamiken und Auswirkungen von Landnutzungsentscheidungen besser zu verstehen.
  2. Systemwissen: Der Cluster entwickelt die theoretischen und empirischen Grundlagen fort, die nötig sind, um unterschiedliche Grade von Umweltgerechtigkeit in Ressourcenregimen zu identifizieren, beschreiben und erklären zu können.
  3. Zielwissen: Der Cluster nutzt und konkretisiert das Konzept der Umweltgerechtigkeit für die Analyse von Landnutzungsveränderungen in räumliche gekoppelten Systemen. Die Kriterien der Umweltgerechtigkeit erlauben eine facettenreiche Beurteilung, von Ziel- und Interessenskonflikten um Nachhaltigkeit in räumlich gekoppelten Systemen.
  4. Transformationswissen: Der Cluster analysiert und entwickelt kontext-spezifische Handlungsoptionen für eine gerechtere Ordnung von Landnutzungsentscheidungen in räumlich gekoppelten Systemen.
  5. Diagnostischer Forschungsansatz: Der Cluster forciert einen diagnostischen Forschungsansatz für die institutionelle Analyse von sozial-ökologischen Systemen. Er leistet Beiträge, um einen solchen diagnostischen Ansatz in transdisziplinären Forschungsprozessen besser nutzbar zu machen.
  6. Methoden: Der Cluster entwickelt Methoden zur Mustererkennung und Hoch-Skalierung von Fallstudien fort.
  7. Werkzeuge und Daten: Auf der Basis von System- und Transformationswissen entwickelt der Cluster Indikatoren, die es erlauben unterschiedliche Grade von Umweltgerechtigkeit, Risiko- und Erfolgsfaktoren sowie Potentiale für eine nachhaltigere Entwicklung zu beurteilen. Zudem leistet der Cluster Beiträge, um thematisch einschlägige Datenbanken durch die Zusammenarbeit zwischen thematisch ähnlichen Projekten zu stärken.

Arbeitspakete

Die Arbeit des Clusters gliedert sich in sechs Arbeitspakete:

Arbeitspaket 1 entwickelt die konzeptionellen Grundlagen (Ziele 1 und 3) und entwickelt den diagnostischen Forschungsansatz (Ziel 5).

Arbeitspakete 2-4 fokussieren auf drei zentrale, aktuelle Dynamiken in globalen Ressourcenregimen - grossskalige Landinvestitionen, Klimawandel und Anpassung sowie Initiativen zum Schutz natürlicher Ressourcen. Je ein Arbeitspaket entwickelt theoretische und empirische Grundlagen, konkretisiert das Konzept von Umweltgerechtigkeit und untersucht Transformationspotentiale für gerechtere Landnutzungssysteme (Ziele 2-4).

Arbeitspaket 5 dient der Fortentwicklung von Methoden zur Mustererkennung und Hoch-Skalierung auf der Basis von empirischen Fallstudien (Ziel 6).

Arbeitspaket 6 umfasst alle Aktivitäten zur Koordination wie interne und externe Kommunikation und Veranstaltungen.

Assoziierte Projekte

Die folgenden Projekte sind thematisch und personell mit dem Cluster assoziiert:

Studienregionen

Die Studienregionen der WissenschaftlerInnen des Clusters liegen in Ländern Südostasiens, Afrikas, Lateinamerikas und in der Schweiz.

 

Alle Publikationen der Cluster-Mitglieder sind in BORIS verfügbar.

2018

Oberlack C, Boillat S, Brönnimann S, Gerber JD, Heinimann A, Ifejika Speranza C, Messerli P, Rist S, Wiesmann U (2018). Polycentric governance in telecoupled resource systems. Ecology and Society 23(1):16.

Roggero M, Villamayor-Tomas S, Oberlack C, Eisenack K, Bisaro A, Hinkel J, Thiel A (2018). Introduction to the special issue on adapting institutions to climate change. Journal of Institutional Economics (in press). doi: 10.1017/S1744137417000649.

 

2017

 

Balvanera P, Calderón-Contreras R, Castro AJ, Felipe-Lucia MR, Geijzendorffer IR, Jacobs S, Martín-López B, Arbieu U, Ifejika Speranza C, Locatelli B, Pérez Harguindeguy N (2017). Interconnected place-based social–ecological research can inform global sustainability. Current Opinion in Environmental Sustainability 29, 1–7.

Boillat S, Scarpa FM, Robson JP, Gasparri I, Aide TM, Dutra Aguiar AP, Anderson LO, Batistella M, Gesteira Fonseca M, Futemma C, Grau HR, Mathez-Stiefel SL, Metzger JP, Balbaud Ometto JPH, Pedlowski MA, Perz SG, Robiglio V, Soler L, Vieira I, Brondizio ES (2017). Land System Science in Latin America: challenges and perspectives. Current Opinion in Environmental Sustainability 26–27, 37–46.

Oberlack C, Eisenack K (2017). Archetypical barriers to adapting water governance in river basins to climate change. Journal of Institutional Economics (in press). doi: 10.1017/S1744137417000509.

 

2016

Delaney A, Evans T, McGreevy J, Blekking J, Schlachter T, Korhonen-Kurki K, Tamás PA, Crane TA, Eakin H, Förch W, Jones L, Nelson DR, Oberlack C, Purdon M (2016). Strengthening the food systems governance evidence base: Supporting commensurability of research through a systematic review of methods (CCAFS Working Paper 167). Frederiksberg, Denmark: CGIAR Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (CCAFS).

Oberlack C, Tejada L, Messerli P, Rist S, Giger (2016). Sustainable livelihoods in the global land rush? Archetypes of livelihood vulnerability and sustainability potentials. Global Environmental Change 41, 153-171.

Cluster-Koordination und PostDocs

Unit-Leitende und Wissenschaftler

Abschlussarbeiten

Das Themenfeld des Clusters bietet vielfältige Möglichkeiten und Themen für Master- und Bachelorarbeiten.

Aktuelle Themenvorschläge:

 

Sie können sehr gerne auch eigene Themenvorschläge machen und mit den Cluster-Mitgliedern diskutieren. Interesse? Kontaktieren Sie bitte Dr. Christoph Oberlack (christoph.oberlack AT giub.unibe.ch) oder Dr. Sébastien Boillat (sebastien.boillat AT giub.unibe.ch) oder andere Mitglieders des Clusters

Lehrveranstaltungen

Ab dem Herbstsemester 2016 bietet der Cluster die Veranstaltung "Challenges in Geography 1" an. Bitte beachten Sie die Ankündigungen im Kernsystem Lehre (KSL) und ILIAS. Darüber hinaus integrieren die Cluster-Mitglieder relevante Themen des Clusters in ihre weiteren Lehrveranstaltungen (z.B. Vorlesungen, Seminare, Feldexkursionen).

Prof. Dr. Jean-David Gerber: jean-david.gerber AT giub.unibe.ch
Dr. Christoph Oberlack: christoph.oberlack AT giub.unibe.ch
Dr. Sébastien Boillat: sebastien.boillat AT giub.unibe.ch

Universität Bern | Geographisches Institut | Cluster Telecoupled Resource Systems | Hallerstr. 12 | CH-3012 Bern
Tel. +41 31 631 52 67

 

News

Netzwerk

Second Workshop on "Archetype Analysis in Sustainability Research" in February 2018

The research cluster "Governing telecoupled resource systems for environmental justice" is co-organizing the international research workshop on "Archetype Analysis in Sustainability Research, Part 2". It will take place at the Humboldt Universität zu Berlin from 28 February through 2 March 2018. Following up the first Archetype workshop held at the University of Bern in May 2017, the second Archetype workshop will provide the prime opportunity to discuss draft papers for the upcoming Special Feature on Archetype Analysis in Ecology and Society. It will further provide much needed space to discuss key opportunities and current methodological frontiers of the archetype approach in sustainability research.

Veranstaltung

Workshop on "Environmental justice in governing natural resources under globalization"

The workshop on "Environmental justice in governing natural resources under globalization" has brought together 17 senior and junior researchers at the University of Bern on 20 December 2017. Through short input presentations and intensive interactive debate the participants advanced their common understanding of doing research on environmental justice at a conceptual, empirical and practical level. Follow-up activities for 2018 include a lecture, a research workshop, and a brownbag series. Colleagues interested in participating are warmly invited to contact the cluster postdocs Christoph Oberlack (christoph.oberlackATgiub.unibe.ch) or Sébastien Boillat (sebastien.boillatATgiub.unibe.ch).

Veranstaltung

Governance of Myanmar’s Forests Post-Transition: Brownbag mit SiuSue Mark

Anlässlich des Brownbag-Seminars mit SiuSue Mark (ISS Den Hague, NL, and Yangon, Myanmar) am 10.08.2017 diskutierten mehr als 20 Teilnehmende zum Thema "Governance of Myanmar’s Forests Post-Transition: Managing Competing Goals for Economic Growth, Poverty-alleviation, Peace-building and Conservation".

Veranstaltung

Multi-stakeholder platforms, transparency and civil society empowerment: The EITI in Myanmar

Anlässlich des Brownbag-Seminars am 04.07.2017 mit Dr. Marjanneke Vijge (Myanmar Centre for Economic and Social Development (CESD) and UNDP-UNEP Poverty-Environment Initiative) diskutierten mehr als 30 Teilnehmende, inwiefern die Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) zu einer Stärkung von Transparenz und zivilgesellschaftlichen Repräsentation in der Gouvernance von Bergbau-Ressourcen in Myanmar beigetragen hat.

Veranstaltung

Telecoupled Resource Systems Cluster an der XVI Biennial IASC conference, Utrecht

Mehr als 20 Teilnehmende der XVI. Biennial Conference of the International Association for the Study of the Commons (IASC) vom 10.-14.07.2017 in Utrecht (NL), diskutieren auf Basis einer Cluster-Präsentation die paradigmatische Relevanz des Telecoupling-Ansatzes für die institutionelle Analysis von natürlichen Ressourcen.

Veranstaltung

Research workshop “Analysing Archetypes in Sustainability Research”, University of Bern.

This workshop is the initial part of an exciting workshop series to advance the archetype approach in sustainability research. The first workshop was held at the University of Bern from 2-4 May 2017. It has brought together 28 established and early-career researchers of land systems, commons and global change research from Europe, Asia and America. Participants took stock of the state-of-the-art of archetype analysis in sustainability research, discussed key opportunities and current methodological frontiers of the archetype approach in sustainability research. They formed more than eight thematic groups to continue collaboration. A second workshop is scheduled for February 2018 at the Humboldt University Berlin. The results of this collaboration will be compiled in a Special Feature in the international journal Ecology & Society. For more information and requests for collaboration, please contact the co-chairs Dr. Christoph Oberlack (U Bern CH, christoph.oberlack AT giub.unibe.ch), Dr. Diana Sietz (Wageningen University NL) or Prof. Dr. Klaus Eisenack (Humboldt University Berlin D).

Veranstaltung

Strengthening the food systems governance evidence base

Delaney A, Evans T, McGreevy J, Blekking J, Schlachter T, Korhonen-Kurki K, Tamás PA, Crane TA, Eakin H, Förch W, Jones L, Nelson DR, Oberlack C, Purdon M (2016). Strengthening the food systems governance evidence base: Supporting commensurability of research through a systematic review of methods (CCAFS Working Paper 167). Frederiksberg, Denmark: CGIAR Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (CCAFS).

Publikation

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