| Kontakt | Lageplan | Drucken 

Geographisches Institut

Titelbild

Bodenlabor

Mehr zum Bodenlabor  (pdf, 181 KB)  

Bodenanalysen

In den letzten Jahren haben Bodenanalysen an unserem Institut an Bedeutung gewonnen, hier einige Einsatzgebiete:

  • Nähstoffgehalt von Böden in armen Ländern
  • Eisenfraktionen in alten Böden im Rahmen paläoklimato- logischer Fragen
  • Labor für Bodenphysik (Prof. Peter Germann): Mittels akkustischer Computertomographie werden Wasserflüsse in Bodensäulen registriert. Dies dient der Modellierung von Makroporenabflüssen und allgemein dem Wasserfluss in der ungesättigten Zone. Im Feldlabor werden dieselben Fragen mit Hilfe von künstlicher Beregnung und gleichzeitiger Messung der Bodenfeuchte mit TDR untersucht.

Die Ausbildung umfasst die klassischen Methoden und Parameter (Konrgrössenverteilung, pH-, Kalk- und Humusbestimmung etc.) sowie je nach Interessenlage der Studierenden Vertiefungskurse und/oder individuelle Unterweisung.

Beim Unterricht kommen verschiedene Forschungsgruppen zum Zuge. So wird etwa die USCS-Klassifikation in einem Geomorphologie-Praktikum vermittelt, und einige bodenchemische Parameter sind Gegenstand des Praktikums Wasserbeschaffenheit. Daneben gibt es auch einen eigentlichen Kurs in Bodenchemie. Wie in der Hydrochemie sind neben den Labormethoden auch Feldmethoden wichtig. Oft sind es die scheinbar einfachen Dinge, welche über die Aussagekraft von Analysen entscheiden. Konkret geht es um die Wahl der Beprobungsstellen, die Technik der Probenahme und die Lagerung von Proben.

Manchmal sind auch Einblicke in tiefere Schichten aufschlussreich. Dann ist bodenständige Arbeit gefragt.

Das Bodenlabor wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. Dabei konnten im Jahr 2007 in der Nähe des Geographischen Institutes zusätzliche Laborräume bezogen werden. Schwerpunkt sind dort Sedimentanalysen im Rahmen paläoklimatischer Fragestellungen. Dabei konnten (endlich) auch ein paar alte Geräte ersetzt werden, so etwa Siebmaschine, Trockenschrank und Muffelofen. Die über 30 Jahre alten Geräte sind zwar weiter einsatzfähig, werden aber nur noch selten benutzt. Neu angeschafft wurden ein Rasterelektronenmikroskop, ein C/N-Analyser, ein Lumineszenzdatierungsgerät sowie ein paar weitere analytische „Leckerbissen“.

Unser Boden- und Sedimentlabor an der Erlachstrasse
Seit 2007 verfügen wir über zusätzliche Laborräume für Boden- und Seesedimentanalysen im Zusammenhang mit paläoklimatologischen Fragen. Speziell erwähnenswert sind folgende Geräte und Einrichtungen:

  • Rasterelektronenmikroskop (CEM) für automatisches Scannen von Seesedimentproben (Firma Siemens). Untersucht werden damit unter anderem Zysten von Kieselalgen aus Seesedimenten. Seesedimente sind ein gutes Klimaarchiv.
  • Lumineszenzdatierungsgerät mit Single Grain Zusatz (TL/OSL-DA-20 C/D) der Firma Risø. Zweck: Altersbestimmungen von Sanden.
  • Spektrometer „Spektrolino“ für Sedimentbohrkerne
  • Gerät zur Messung der magnetischen Suszebilität von Sedimentbohrkernen
  • Leica-Mikroskope, unter anderem Binokulare sowie ein Fluoreszenzmikroskop. Mit Leica Digitalkamera, auch für Live-View auf einem PC-Bildsachirm.
  • Kühlraum für Sedimentbohrkerne
  • Flusssäure-Labor mit Hochdruck-Mikrowellenofen
  • Fotoraum mit Schlittenhalter für das rationelle Fotografieren von Sedimentbohrkernen (Entwicklung und Konstruktion: Zentralwerkstatt des Departementes für Chemie und Biochemie der Universität Bern)

Seesediment- und Paläolimnologielabor

Universität Bern | Geographisches Institut | Hallerstrasse 12 | CH-3012 Bern | Tel +41 31 631 88 75 | Fax +41 31 631 85 11
© Universität Bern 12.08.2010 | Impressum
         

Kontakt

Dr. Hans Rudolf Wernli
Geographisches Institut
Hallerstrasse 12
CH-3012 Bern

Telefon:
+41 31 631 88 56